Das kurze Leben einer Milchkuh

Die Milch der Kuh, eigentlich für das kleine Kalb bestimmt,
wird geliefert von Kühen, denen man den Kälber wegnimmt.
Man ist ausschließlich nur an der Milch der Kuh interessiert
das neugeborene Kalb, als Ausschussprodukt, dabei verliert.

Die Kuh muss als Hochleistungskuh in ihrem kurzen Leben,
schnell und viel Milch für die Weiterverarbeitung uns geben.
Sie bekommt Zusatzfutter, dass ihr gibt die benötigte Kraft,
dass sie dauerhaft noch eine höhere Milchleistung schafft.

Die Milch war von der Natur geplant für das Kalb gedacht.
Der Mensch etwas anderes damit geplant und auch macht.
Um uns Menschen mit Milch, Butter und Käse zu ernähren
die Kuh schaut hilflos zu, denn sie kann sich nicht wehren.

Die Kälber, als Ausschuss, bei diesem Prozess nur verlieren,
kein Landwirt wird in nicht verkäufliche Tiere investieren.
Ist es ein Bullenkalb, dann droht ihm nur ein kurzes Leben,
denn Bullen können keine Milch, aber Fleisch uns geben.

Als Kuhkalb, auch das ist vorgesehen in ihrem Lebensplan,
tritt sie den Platz ihrer dann sehr erschöpften Mutter an.
Aber ist das Kuhkalb nicht als als Milchkuh zu verwenden,
dann wird leider ihr junges Leben beim Schlachter enden.

Werden sie hier nicht verwertet, weil ein Überangebot,
kommen auch sie in den Export und erwartet sie der Tod.
Sie gehen auf die Reise meist ohne Trinken und Fressen,
sind sie erst aus den Augen, dann sind sie bald vergessen.

Die Jungkuh künstlich besamt, wird sie Kälber gebären
und deren Fleisch, das werden die Menschen verzehren.
Gibt sie zu wenig Milch oder wird zum sie Besamen zu alt,
dann wird sie aussortiert und kommt zum Schlachter bald.

Hat sie Pech, wird sie transportiert auf eine weite Reise fort,
denn Tiere, die hier überzählig, gehen in den Lebendexport.
Was sie am Ziel erwartet, wenn sie es noch lebend erreicht,
jeden gefühlvollen Tierhalter bis tief in das Herz erweicht.

Der respektlose Umgang mit den Tieren sollte uns alarmieren,
denn so geht man nicht um, mit den dann leidenden Tieren.
Es geht nur noch ums Fleisch, nicht mehr um das lebende Tier
Tiere sind fühlende Lebewesen, genau wie Menschen, also wir.

Hier ist die Politik mit notwendigen Entscheidungen gefragt,
bei der starken Lobby, die Politik dieses Thema gerne vertagt.
Der Verbraucher hat es in der Hand, dieses Elend zu beenden
und weniger Milch, Butter und Käse als Nahrung verwenden.

© Rainer Dambroth- 14.12.2020 – www.overline-poetry.de

Anmerkung:
Laut einer Statistik aus dem Jahr 2020 gibt es rund 3,9 Millionen Milchkühe in Deutschland. Das heißt, dass genau so viele Kälber geboren werden und vermarktet werden müssen, nämlich 3,9 Millionen Kälber.